IT, Projekte & Transformation im öffentlichen Sektor vorantreiben
IT-Beratung für Bund, Kantone, Gemeinden und öffentliche Betriebe – von der Strategie bis zur Umsetzung.
Transformation funktioniert, wenn Strategie, Technologie und Menschen zusammenpassen. Hier setzen wir an – pragmatisch, unabhängig und mit dem Anspruch, Dinge ins Ziel zu bringen.
Oliver Gisin Rovsing | Division Lead Public
Die digitale Transformation im öffentlichen Sektor stellt Bund, Kantone, Gemeinden und öffentliche Betriebe vor komplexe Herausforderungen. Gewachsene IT-Landschaften, regulatorische Anforderungen, knappe Ressourcen sowie neue Technologien wie Cloud und Künstliche Intelligenz verlangen nach klaren Strategien und einer konsequenten Umsetzung.
Wir unterstützen öffentliche Organisationen dabei, ihre digitale Transformation erfolgreich zu gestalten – von IT-Strategie und Applikationsmodernisierung bis zu Projektturnaround und sicheren KI-Plattformen. Praxisnah, herstellerneutral und mit fundierter Erfahrung im öffentlichen Umfeld.
Digitalisierung ist kein Technologieprojekt, sondern eine Führungsaufgabe
Die Erwartungen an eine moderne Verwaltung steigen. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen möchten digitale Dienstleistungen einfach, sicher und ortsunabhängig nutzen. Gleichzeitig erhöhen Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen und knappe Ressourcen den Druck auf Bund, Kantone und Gemeinden.
Gewachsene IT-Landschaften, fehlende Interoperabilität und technologische Schulden erschweren die Umsetzung. Hinzu kommen neue Anforderungen rund um Cloud, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und digitale Souveränität.
Die Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024–2027» schafft dafür einen gemeinsamen Rahmen. Wir unterstützen öffentliche Organisationen dabei, Prioritäten zu klären, Risiken zu reduzieren und tragfähige Lösungen umzusetzen.
Die grössten Herausforderungen
Projekte geraten in Verzug oder drohen zu scheitern
Kosten steigen, Termine verschieben sich und das Vertrauen von Auftraggebern, Steuerungsgremien und politischen Entscheidungsträgern nimmt ab. Entscheidungen werden schwieriger, Risiken grösser und der Handlungsspielraum kleiner.
Häufig liegen in unklaren Zielen, schwacher Governance, fehlender Kommunikation oder unzureichender Koordination zwischen Fachbereichen, IT und externen Partnern sowie in einer unvorteilhaften Projektkultur.
Über Jahre entstandene Applikationslandschaften mit zahlreichen Schnittstellen, Speziallösungen und Herstellerabhängigkeiten machen Modernisierungsvorhaben komplex und kostenintensiv.
Altsysteme erschweren den schnellen Datenaustausch zwischen Behörden. Medienbrüche und fehlende Interoperabilität verhindern durchgängige digitale Verwaltungsprozesse. Gleichzeitig fehlt häufig ein vollständiger Überblick über den Zustand der IT-Landschaft.
Technologische Schulden nehmen kontinuierlich zu
Veraltete Technologien, nicht mehr unterstützte Systeme und provisorische Lösungen erhöhen den Wartungsaufwand, erschweren Innovationen und verursachen langfristig erhebliche Kosten.
Eine strukturierte Reifegradanalyse schafft eine belastbare Basis für Investitionsentscheide und zeigt, welche Systeme weiterentwickelt, toleriert, migriert oder abgelöst werden sollten.
Fachbereiche und IT verfolgen unterschiedliche Ziele
Anforderungen werden unterschiedlich interpretiert, Prioritäten verändern sich und Projekte verlieren an Fokus. Ohne gemeinsame Sprache und ein abgestimmtes Zielbild entstehen Missverständnisse, Mehraufwand und unnötige Risiken.
Eine erfolgreiche Transformation benötigt klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Entscheidungswege und eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, IT, Führung und politischen Gremien.
Digitalisierung entfaltet nicht den erwarteten Nutzen
Neue Systeme werden eingeführt, bestehende Abläufe jedoch kaum angepasst. Medienbrüche, Doppelspurigkeiten und organisatorische Hürden verhindern, dass Digitalisierung ihre gewünschte Wirkung entfaltet.
Digitale Transformation erfordert deshalb einen tiefgreifenden Wandel. Die Veränderung der Arbeitskultur benötigt Zeit und Führungsstärke. Behörden müssen digitale Kompetenzen aufbauen und eine Kultur des lebenslangen Lernens fördern.
Daten, Cloud und KI schaffen neue Möglichkeiten und Risiken
Die Nutzung von Daten und Cloud-Technologien kann die Entscheidungsfindung verbessern, Prozesse beschleunigen und neue Services ermöglichen.
Da öffentliche Organisationen wertvolle und schützenswerte Daten verarbeiten, gelten jedoch hohe Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Cybersicherheit. Generative KI, RAG-Systeme und automatisierte Workflows benötigen deshalb klare Governance, sichere Plattformen und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten.
Cloud-Lösungen können die Skalierbarkeit, Zusammenarbeit und Bereitstellung digitaler Services verbessern, müssen jedoch Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität erfüllen.
Nachhaltigkeit und Infrastruktur erfordern Investitionen
Der Ausbau einer stabilen IT-Infrastruktur ist eine grundlegende Voraussetzung für die digitale Transformation. Gleichzeitig erfordern Modernisierung und Digitalisierung erhebliche finanzielle Ressourcen.
Energieeffiziente Rechenzentren, nachhaltige Beschaffung und grüne Technologien gewinnen im Hinblick auf Klimaziele zunehmend an Bedeutung. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sollten daher gemeinsam betrachtet werden.
Hier setzen wir an
Wir schaffen Transparenz, entwickeln realistische Strategien und begleiten Organisationen von der Analyse bis zur erfolgreichen Umsetzung.
Dabei verbinden wir organisatorische, technologische und strategische Perspektiven. Unsere Empfehlungen sind herstellerneutral, praxisorientiert und auf die konkreten Rahmenbedingungen unserer Kunden ausgerichtet.
Warum Consulteer?
Seit vielen Jahren begleiten wir Bundesverwaltung, Kantone, Gemeinden, Kommunen und öffentliche Betriebe bei anspruchsvollen Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben.
Wir kennen die politischen Entscheidungsprozesse, regulatorischen Anforderungen und organisatorischen Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung. Unsere Lösungen sollen deshalb nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch politisch, finanziell und organisatorisch umsetzbar sein.
Wir liefern nicht nur Strategien oder technische Konzepte. Der eigentliche Erfolg entscheidet sich in der Umsetzung.
Deshalb begleiten wir unsere Kunden von der ersten Standortbestimmung über Zielbild, Architektur und Roadmap bis zur konkreten Einführung und Verankerung im Betrieb.
Was uns auszeichnet
Wir kennen den öffentlichen Sektor
Bundesverwaltung, Kantone, Gemeinden und öffentliche Betriebe unterscheiden sich grundlegend von privatwirtschaftlichen Unternehmen.
Politische Entscheidungsprozesse, Beschaffungsrecht, föderale Strukturen, Datenschutz und öffentliche Verantwortung prägen den Projektalltag. Diese Besonderheiten berücksichtigen unsere Experten von Beginn an.
Wir verbinden Strategie und Umsetzung
Eine gute Strategie schafft Orientierung. Erst ihre konsequente Umsetzung schafft Wirkung.
Wir begleiten unsere Kunden über den gesamten Veränderungsprozess – von der Standortbestimmung über die Roadmap bis zur erfolgreichen Verankerung in Organisation und Betrieb.
Wir arbeiten unabhängig und herstellerneutral
Unsere Empfehlungen orientieren sich ausschliesslich an den Anforderungen, Zielen und Rahmenbedingungen unserer Kunden.
Wir vergleichen Handlungsoptionen und schaffen objektive Entscheidungsgrundlagen, bevor Produkte, Plattformen oder Anbieter ausgewählt werden.
Wir schaffen Transparenz
Fundierte Entscheidungen benötigen ein klares Bild der Ausgangslage.
Ob Projektturnaround, IT-Strategie oder Applikationslandschaft – wir machen Zusammenhänge sichtbar, bewerten Risiken und schaffen einen belastbaren Überblick.
Wir denken langfristig
Unser Anspruch ist nicht die kurzfristige Optimierung einzelner Projekte sondern folgt einer langfristigen Perspektive.
Wir unterstützen Organisationen dabei, Strukturen, Prozesse, Technologien und Kompetenzen nachhaltig weiterzuentwickeln und den erzielten Fortschritt messbar zu machen.
Der Consulteer-Ansatz
1. Verstehen
2. Ausrichten
3. Umsetzen
4. Verankern
Wir analysieren Ausgangslage, Ziele, Rahmenbedingungen und Risiken.
Dazu betrachten wir Verwaltungsprozesse, Organisation, Applikationslandschaft, Daten, Kompetenzen und Sicherheitsanforderungen. Interviews, Analysen und vorhandene Studien schaffen eine belastbare Grundlage und einen gemeinsamen Überblick.
Unsere Spezialgebiete
Ganzheitliche Beratung für den öffentlichen Sektor
Digitalisierung betrifft heute nicht mehr einzelne Projekte oder Systeme. Erfolgreiche Organisationen betrachten Strategie, Prozesse, Daten, Technologie, Sicherheit und Organisation als zusammenhängendes Gesamtsystem.
Unsere sechs Spezialgebiete decken diese Themenfelder ab und können flexibel miteinander kombiniert werden.
Projektturnaround
Wir stabilisieren kritische Projekte, schaffen Transparenz und bringen Vorhaben wieder auf Kurs.
Typische Fragestellungen:
Wann lohnt sich ein Projektturnaround?
Was tun, wenn Termine und Budgets nicht mehr haltbar sind?
Wie gewinnt man das Vertrauen des Steuerungsausschusses zurück?
Wie entsteht innerhalb kurzer Zeit ein belastbares Lagebild?
Applikationslandschaft und IT-Reifegrad
Wir schaffen Transparenz über Ihre Systemlandschaft, bewerten technologische Schulden und entwickeln eine realistische Modernisierungsstrategie.
Mit Methoden wie Reifegradanalysen oder dem TIME-Modell schaffen wir eine objektive Entscheidungsgrundlage für Konsolidierung, Migration und Investitionen.
Verwaltungsprozesse und GEVER-Ökosystem
Wir verbinden GEVER, Fachapplikationen, E-Mail, digitale Signaturen, Identitätsmanagement und Archivierung zu einem durchgängigen digitalen Ökosystem.
Der Mehrwert entsteht nicht allein durch ein neues System, sondern durch integrierte Prozesse, klare Rollen und einen sicheren Informationsfluss.
Künstliche Intelligenz
Wir begleiten öffentliche Organisationen bei der sicheren und verantwortungsvollen Einführung von KI – von Strategie und Governance bis zur produktiven Plattform.
Typische Anwendungsfälle sind Schreibassistenz, sichere Übersetzungen, Berichtgeneratoren, RAG-Chatbots, Voicebots oder intelligente Dokumentenklassifizierung.
IT-Strategie
Wir entwickeln tragfähige IT-Strategien, die politische, organisatorische und technologische Anforderungen miteinander verbinden.
Das Ergebnis ist ein verständliches Zielbild mit priorisierten Handlungsfeldern, klaren Verantwortlichkeiten und einer realistischen Roadmap.
Digitaler Arbeitsplatz, Services und Betrieb
Wir standardisieren Arbeitsplatzlösungen, strukturieren Services und schaffen die Grundlage für einen modernen, wirtschaftlichen und stabilen IT-Betrieb.
Hybride Arbeitsformen und moderne digitale Infrastrukturen verbessern die Nutzererfahrung und stärken Behörden im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende.
Digitale Verwaltung aus Sicht von Bevölkerung & Unternehmen
E-Government ermöglicht Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen, Verwaltungsleistungen einfach, sicher und ortsunabhängig zu nutzen. Sichere e-ID-Systeme und das Once-Only-Prinzip schaffen dafür eine wichtige Basis und reduzieren wiederholte Dateneingaben bei verschiedenen Behörden.
Die digitale Transformation schreitet bei Bund, Kantonen, Gemeinden und öffentlichen Institutionen unterschiedlich schnell voran. Bundesrat, Kantonsregierungen und Verwaltungen müssen dabei technologische Möglichkeiten, regulatorische Anforderungen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zusammenbringen.
Wir unterstützen Sie beispielsweise, wenn …
ein Projekt politisch oder operativ unter Druck geraten ist,
Sie eine IT-Strategie entwickeln oder überarbeiten möchten,
Ihre Applikationslandschaft über Jahre gewachsen ist,
Sie technologische Schulden systematisch abbauen möchten,
Sie eine sichere KI-Plattform aufbauen möchten,
GEVER nicht den erwarteten Nutzen bringt,
Sie digitale Verwaltungsprozesse durchgängiger gestalten möchten,
Sie den digitalen Arbeitsplatz und Ihre IT-Services standardisieren möchten,
oder Sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Digitalisierung benötigen.
Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Schritte definieren.
Your Project. Our Passion. We look forward to your inquiry.
FAQs zur Digitalisierung im öffentlichen Sektor
Wie unterstützt Consulteer die digitale Transformation im öffentlichen Sektor?
Consulteer unterstützt Bundesverwaltungen, Kantone, Gemeinden, Städte und öffentliche Betriebe bei der Digitalisierung ihrer Organisation, Prozesse und IT-Landschaften.
Unsere Leistungen reichen von IT-Strategie, Projektturnaround und Reifegradanalysen über die Modernisierung von Applikationslandschaften und GEVER-Ökosystemen bis zur Einführung sicherer Cloud- und KI-Lösungen.
Dabei begleiten wir öffentliche Organisationen nicht nur bei Analyse, Strategie und Zielbild. Wir unterstützen auch die konkrete Umsetzung, Governance, Projektsteuerung, Einführung und Verankerung im Betrieb.
Unsere Beratung ist herstellerneutral, praxisorientiert und auf die besonderen Anforderungen des öffentlichen Sektors ausgerichtet – darunter föderale Strukturen, Datenschutz, Cybersicherheit, Beschaffungsprozesse und politische Entscheidungswege.
Warum benötigen Kantone, Gemeinden und öffentliche Betriebe heute eine IT-Strategie?
Die Digitalisierung betrifft nahezu alle Bereiche der öffentlichen Verwaltung. Ohne eine klare IT-Strategie entstehen schnell parallele Projekte, widersprüchliche Prioritäten und Investitionen ohne langfristige Ausrichtung.
Eine moderne IT-Strategie verbindet Organisation, Verwaltungsprozesse, Daten, Technologien, Sicherheit und Governance. Sie schafft ein gemeinsames Zielbild und eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Bund, Kantone, Gemeinden und öffentliche Betriebe.
Fachkräftemangel, steigende Erwartungen der Bevölkerung sowie Anforderungen an digitale Dienstleistungen und Nachhaltigkeit erhöhen den Handlungsdruck zusätzlich. Die Modernisierung erfordert deshalb Investitionen in stabile, energieeffiziente Infrastrukturen und ressourcenschonende Technologien.
Wann sollte eine IT-Strategie überarbeitet werden?
Eine IT-Strategie sollte überprüft werden, wenn grössere Digitalisierungsprogramme anstehen, organisatorische Veränderungen erfolgen oder neue Technologien wie Cloud und Künstliche Intelligenz eingeführt werden.
Auch Reorganisationen, neue regulatorische Anforderungen oder eine stark gewachsene Applikationslandschaft können eine Neuausrichtung notwendig machen.
In der Schweiz bildet die Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024–2027», die am 1. Januar 2024 in Kraft trat, einen gemeinsamen Rahmen für Bund, Kantone, Städte und Gemeinden.
Wie entwickelt man eine tragfähige IT-Strategie für eine Gemeinde oder einen Kanton?
Am Anfang steht eine realistische Standortbestimmung. Dabei werden Organisation, Verwaltungsprozesse, Applikationen, Daten, Kompetenzen, Sicherheit und bestehende Services analysiert.
Darauf aufbauend entsteht ein gemeinsames Zielbild. Dieses beschreibt, wie sich Verwaltung, IT-Landschaft und digitale Dienstleistungen in den kommenden Jahren entwickeln sollen. Anschliessend werden Handlungsfelder, Prioritäten, Verantwortlichkeiten und eine umsetzbare Roadmap definiert.
Die digitale Transformation öffentlicher Sektor ist dabei nicht nur ein Technologieprojekt. Sie erfordert einen kulturellen Wandel, Zeit, Führungsstärke und eine Kultur des lebenslangen Lernens. Starre Hierarchien und langwierige Entscheidungswege können die notwendige Anpassung von Verwaltungsprozessen behindern.
Was ist ein Projektturnaround und wann ist er notwendig?
Ein Projektturnaround ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit dem Ziel, ein kritisches Projekt wieder stabil, transparent und steuerbar zu machen.
Typische Warnsignale sind Terminverzug, Budgetüberschreitungen, unklare Verantwortlichkeiten, fehlendes Vertrauen der Stakeholder oder ein Reporting, das die tatsächliche Situation nicht mehr abbildet.
Eine erste Assessment-Phase kann innerhalb von ein bis zwei Wochen ein belastbares Lagebild liefern. Danach wird entschieden, ob das Projekt stabilisiert, neu aufgesetzt oder geordnet beendet werden sollte.
Was versteht man unter einer Applikationslandschaft und warum ist ihre Modernisierung wichtig?
Die Applikationslandschaft umfasst sämtliche Fachapplikationen, Plattformen, Schnittstellen und unterstützenden Systeme einer Organisation.
Historisch gewachsene IT-Landschaften und Altsysteme erschweren den schnellen Datenaustausch zwischen Behörden. Sie führen zu Medienbrüchen, Herstellerabhängigkeiten, höheren Betriebskosten und technologischen Schulden.
Eine Reifegradanalyse schafft Transparenz über den Zustand der bestehenden IT und liefert eine objektive Grundlage für Modernisierung, Konsolidierung und Investitionsentscheide. Moderne Datenplattformen und Cloud-Technologien können die Entscheidungsfindung verbessern, sofern Datenschutz, Governance und Cybersicherheit gewährleistet sind.
Was ist ein GEVER-Ökosystem und welchen Mehrwert bietet es?
Ein GEVER-Ökosystem verbindet Geschäftsverwaltung, Fachapplikationen, E-Mail, digitale Signaturen, Identitätsmanagement und Archivierung zu einer integrierten Gesamtlösung.
Ein GEVER-System allein schafft noch keine durchgängige digitale Verwaltung. Der Mehrwert entsteht erst, wenn Verwaltungsprozesse, Rollen, Daten und angrenzende Systeme miteinander verbunden werden.
Ein integriertes GEVER-Ökosystem reduziert Medienbrüche, verbessert die Zusammenarbeit zwischen Behörden und erhöht die Nachvollziehbarkeit. Interoperabilität ist dabei entscheidend für einen sicheren Informationsaustausch zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden.
Wie können Daten, Cloud und Künstliche Intelligenz sicher in der Verwaltung eingesetzt werden?
Die digitale Transformation im öffentlichen Sektor ist zunehmend datenbasiert. Daten, Cloud-Technologien und Künstliche Intelligenz können Verwaltungsprozesse beschleunigen, die Entscheidungsfindung verbessern und neue digitale Services ermöglichen.
Generative KI wird auch in öffentlichen Organisationen zunehmend für Anwendungsfälle wie Schreibassistenz, sichere Übersetzungen, Berichtgeneratoren, RAG-Chatbots, Voicebots oder Dokumentenklassifizierung geprüft.
Da Behörden sensible Daten verarbeiten, sind hohe Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit, Cybersicherheit und digitale Souveränität unverzichtbar. Datenschutzvorgaben können agile Prozesse anspruchsvoller machen, sind aber eine zentrale Voraussetzung für vertrauenswürdige digitale Verwaltungsleistungen.
Why are culture, leadership and digital skills important for transformation?
Technologie allein verändert noch keine Verwaltung. Erfolgreiche Digitalisierung erfordert neue Arbeitsweisen, digitale Kompetenzen, klare Verantwortlichkeiten und eine Kultur des lebenslangen Lernens.
Die Veränderung der Arbeitskultur benötigt Zeit und Führungsstärke. Starre Hierarchien, unklare Entscheidungswege und fehlende Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT können den Fortschritt erheblich verlangsamen.
Kultureller Wandel ist deshalb ein entscheidender Erfolgsfaktor der digitalen Transformation.
Welche Rolle spielen E-Government, e-ID und digitale Verwaltungsleistungen?
E-Government beschreibt die digitale Bereitstellung staatlicher und kommunaler Dienstleistungen. Ziel sind nutzerfreundliche, sichere, barrierefreie sowie zeit- und ortsunabhängige Verwaltungsleistungen.
Sichere elektronische Identitäten wie die e-ID bilden eine wichtige Grundlage für digitale Interaktionen zwischen Bevölkerung, Unternehmen und Staat. Das Once-Only-Prinzip soll verhindern, dass dieselben Informationen mehrfach bei verschiedenen Behörden eingereicht werden müssen.
Digitale Kanäle erleichtern ausserdem den Zugang zu behördlichen Informationen und können die Bürgerbeteiligung an demokratischen Prozessen stärken. Analoge Dienste müssen dennoch erhalten und digitale Angebote durch analoge Kanäle ergänzt werden, damit Verwaltungsleistungen für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich bleiben.
Die öffentlich-rechtliche Rahmenvereinbarung über die Digitale Verwaltung Schweiz trat am 1. Januar 2022 in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt ist die DVS operativ tätig und unterstützt die Koordination zwischen Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden.